10 Dinge, die ich durchs Reisen über das Leben gelernt habe
- Ela

- 18. Mai 2025
- 4 Min. Lesezeit
Reisen verändert – nicht nur deinen Standort, sondern dein ganzes Lebensgefühl. Für mich ist das Unterwegssein viel mehr als das Abarbeiten von Sehenswürdigkeiten. Es ist eine Reise zu mir selbst. Es ist das tiefe Gefühl von Freiheit, von Verbundenheit und lebendiger Präsenz. In diesem Beitrag teile ich zehn persönliche Lektionen, die mir das Reisen geschenkt hat – Erkenntnisse, die mich geformt haben und vielleicht auch dich inspirieren dürfen.

1. Weniger ist mehr
Ein zu voller Rucksack ist nicht nur schwer – er steht sinnbildlich für ein überladenes Leben. Auf meinen Reisen habe ich gelernt, wie wohltuend es ist, sich auf das Wesentliche zu reduzieren. Kleidung, die ich wirklich trage. Dinge, die mir dienen – nicht Dinge, die ich „vielleicht irgendwann mal brauche“. Wobei ich immer noch viel zu viel mitnehme, in dem Sinn "haben ist besser als brauchen" Diese Giftpumpe ist etwas, die habe ich bisher noch nie gebraucht, aber in Asien und Australien habe ich mich damit im Gepäck doch deutlich wohler gefühlt.
Aber es wird mit jeder Reise besser. Diese bewusste Leichtigkeit begleitet mich inzwischen auch zuhause. Weniger Ballast, mehr Klarheit – im Gepäck und im Kopf. und hat auch zu Hause zu einem größerem Ausmisten gesorgt.
2. Vertrauen entsteht, wenn du loslässt
Reisen ist ein ständiges Loslassen. Von Plänen, Erwartungen, Komfort. Die schönsten Erlebnisse begannen oft genau dort, wo meine Kontrolle endete. Ein verpasster Bus brachte mich in eine kleine Stadt, die ich sonst nie gesehen hätte. Ein verlorener Plan machte Platz für echte Begegnung. Vertrauen heißt nicht, naiv zu sein – sondern offen zu bleiben für das, was das Leben für dich bereithält. Eine gute Option dieses Punkt mal auszuprobieren ist in der Regenzeit zu verreisen, du erwartest kein gutes Wetter und kannst nicht enttäuscht werden, aber absolut positiv überrascht werden.
3. Verbindung braucht keine gemeinsame Sprache
Ein Lächeln ist universell. Ich denke an eine Begegnung in einem kleinen Dorf in Marokko – kein Wort verstanden, aber gemeinsam uns über Gesten ausgetauscht und es war voller Bedeutung. Wie oft habe ich an diese Frau in den letzten Jahren gedacht. Reisen hat mir gezeigt: Herzliche Verbindung entsteht oft jenseits von Sprache – durch Blickkontakt, Respekt, echtes Interesse.
4. Spontanität bringt dich oft weiter als Planung
Ich war früher die Queen der Reiserouten. Doch irgendwann merkte ich: Die Magie liegt im Unerwarteten. Ein Gespräch mit einer Einheimischen auf einem Markt führte mich zu einem Festival, das ich sonst nie entdeckt hätte. Der spontane Abstecher an einen unbekannten Strand wurde zu einem Gänsehautmoment. Planung ist hilfreich – aber Spontaneität schenkt dir Geschichten. Meine perfekte Balance ist vorher zu Hause mir alles rauszusuchen, was ich unbedingt sehen will, eine zweite Liste mit falls noch Zeit ist und ich vor Ort nicht überlegen muss was ich machen "könnte", aber ich lasse mittlerweile vieles auf mich zukommen, es ist genug Platz und Zeit für die Spontanität
5. Fremde Länder lehren dich, deine eigene Kultur neu zu sehen
Reisen rückt den eigenen Blick gerade. Du merkst, was du für selbstverständlich gehalten hast – und dass es das anderswo schlicht nicht gibt. Ich habe auf den Cookinseln verstanden, wie individuell unser europäisches Zeitempfinden ist, dort hieß es immer nur es ist "ilandtime" also keine Eile, der Tauchlehrer kommt wann er kommt ;-)
Auf Bali lernte ich, dass Familie anders gelebt wird. Und in Thailand wurde mir klar, wie wenig Besitz für Glück nötig ist. Es macht demütig – und offen.
6. Mut wiegt mehr als dein Gepäck
Viele denken beim Reisen an schöne Strände und bunte Märkte – doch es ist oft der Mut, der alles möglich macht. Der Mut, in ein Mini-Flugzeug zu steigen. Der Mut, in ein Land zu reisen, dessen Sprache du nicht sprichst. Der Mut, dich auf etwas einzulassen, das du nicht kontrollieren kannst. Ich erinnere mich an meine Slackline Erfahrung auf Kuba – mein Herz klopfte bis zum Hals, aber die Freiheit, die danach kam, war unbezahlbar.
Ja, du brauchst weniger Dinge, als du glaubst. Aber innerlich brauchst du manchmal mehr als nur Reiselust: Vertrauen, Neugier, und die Bereitschaft, dich selbst besser kennenzulernen. Und genau das ist es, was das Reisen so transformierend macht. Es ist nicht nur das Gepäck, das leichter wird – es ist das Herz, das weiter und erfüllter wird.
7. Ein Lächeln öffnet Türen – überall
Es klingt banal, aber es ist wahr: Ein Lächeln ist ein Türöffner – kulturell, menschlich, seelisch. Ich erinnere mich an einen Moment auf einem "Jahrmarkt/Festival" in Neuseeland. Ich war unsicher, fühlte mich fehl am Platz (wir waren die einzigen Touristen) – bis mir eine Verkäuferin einfach nur freundlich zulächelte. Plötzlich war ich willkommen. Offen. Verbunden. So einfach. So kraftvoll.
8. Scheitern gehört dazu – auch auf Reisen
Ich habe mich verlaufen. Bin krank geworden. Habe zu viel gezahlt. Manchmal ist es schmerzhaft, manchmal peinlich. Aber immer lehrreich. Fehler gehören zum Reisen wie Sand zum Strand. Und rückblickend sind es oft genau diese Stolpersteine, aus denen die besten Anekdoten entstehen. Sie machen dich gelassener. Und irgendwie auch menschlicher. Und es werden tolle Geschichten zum erzählen. Wie unser Camper aus der Hölle in Australien.
9. Das echte Abenteuer beginnt, wenn du aus der Komfortzone trittst
Die unvergesslichsten Momente? Meist außerhalb meiner Komfortzone. Die Nacht in einer Hängematte im Dschungel. Der ungeplante Aufstieg auf einen Vulkan. Das Gespräch mit einem Taxifahrer über seine Lebensgeschichte. Jedes Mal war da ein Kribbeln – und danach ein Gefühl von „Ich bin gewachsen“. Abenteuer beginnt, wo Kontrolle endet.
10. Die wertvollsten Geschichten schreibt das Leben – nicht Google Maps
Ich liebe Reisetipps, Listen, Routen – doch am Ende sind es oft die Umwege, die in Erinnerung bleiben. Das kleine Café in Lissabon, das nicht auf Maps war. Die Bucht auf Koh Lanta, zu der mich ein Kind führte. Die Einladung zu einem Familienfest in Irland. Es sind die Momente, die nicht geplant waren – aber bleiben. Weil sie echt waren.
Vielleicht findest du dich in dem ein oder anderen Punkt wieder. Vielleicht erinnerst du dich an deine ganz eigene Reiseerkenntnis. Oder vielleicht spürst du ein kleines Kribbeln – den Impuls, wieder loszuziehen. Egal wo du gerade bist: Danke, dass du mich auf diesem Weg begleitest.
Ela



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